Seminare für Kunst- Und KulturAkteure – Transnational

Dr. Fida Soubaiti Kunst- und Kulturgeschichte Transnational ist ein Forum für Kunst- und Kulturvermittlung, sowie Beratung auf transnationaler Ebene.

Flexible Termine nach Bedarf

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Interaktiv und interdisiziplinär

Wer bin ich?

Ich bin eine Expertin in Sachen Kunst

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Was treibt mich an?

Meine Kernkompetenz ist das Vermitteln von Wissen über moderne und zeitgenössische Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Dies geschieht auf Deutsch und Arabisch, durch (Online)-Seminare, -Übungen, -Führungen, -Künstlerinterviews und ggfls. Erklärvideos. Meine Zielsetzung ist einerseits die Vermittlung von Fachkompetenzen sowie die Erweiterung und Vertiefung des ggfls. bereits erworbenen theoretischen und praktischen Wissens. Anderseits beschäftige ich mich maßgeblich mit dem Bildungsaustausch und dem künstlerischen und kulturellen Dialog zwischen Deutschland und dem arabischsprachigen Raum.

Für wen sind meine Seminare?

Das Angebot richtet sich an Künstler*innen, an Studierende der Kunst-, Kulturgeschichte und Museologie, an Kunstvereine, an Mitarbeiter*innen in Museen, in Archiven, Galerien, Kulturämtern, Theatern, im Fernsehen und an Kulturjournalist*innen und –tourist*innen. Darüber hinaus können Organisationen, Komitees, Kunstlehrer*innen, Kunsthändler*innen und alle Interessierten im Bereich der modernen und zeitgenössischen deutschen und arabischen Kunst- und Kulturgeschichte von diesem Angebot profitieren. Die Kurse sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Die Ausstellung von Teilnahmebescheinigungen für akademische oder berufliche Zwecke ist nach einer erfolgreichen Teilnahme möglich.

seminare und Veranstaltungen

Die deutsche Künstlerin Daniela Friebel

 

Die deutsche Künstlerin Daniela Friebel beschäftigt sich in ihren Werken mit der Wandoberfläche und der Raumkonstruktion. Ihre Fotografien druckt sie reizvoll als lebensgroße Trompe l’œils im Maßstab 1:1 auf Vliestapete. Sie erzeugt mit diesen optischen Täuschungen ein paradoxes Gedankenspiel mit zahlreichen Anknüpfungspunkten zur Interpretation. Je nach der Position des Betrachters verändert sich die Perspektive auf das Bild und auf den Raum.

Friebel spielt in ihrer Arbeit mit dem Verschmelzen von analoger und digitaler Fotografie. Am Ende wird das digitale Bild auf Tapete gedruckt, „ein sehr haptisches Material mit offener Oberfläche – es mutet ein wenig wie eine ‚Fotozeichnung‘ an. Ich evoziere mit den Plastikplanen, die an eine Baustelle denken lassen, bestimmte Interpretationsrichtungen, die alle mit dem jetzigen Leben zu tun haben“, so Friebel.

Friebel bewertet manche ihrer Werke als „flüchtig“ und temporär, „man kann sie so nicht in ein Objekt des Kunstmarktes umwandeln“. Sie vergleicht sie mit dem Bühnenbild. Denn der Betrachter füllt das Bild im Raum mit seinen Gedanken, und am Ende bleiben nur Installationsfotos. „Die Tapete kann nicht wiederverwendet werden – einerseits passt sie nur in „diesen“ Raum, andererseits lässt sich eine Tapete nicht zweimal tapezieren“.

Friebels Werke deuten auf Fragen über den Zugang und den eigenen Konstruktionen zur Wirklichkeit. Konstituieren wir die Wirklichkeit subjektiv oder entdecken wir sie objektiv?

Die Spannung zwischen Erwartung des Betrachters und künstlerisch konstruierter friebelischer Welt schärft die Wahrnehmung des Betrachters. In dieser Dialektik produziert der Mensch die eigene Wirklichkeit und sich selbst. Damit relativiert sich das Postulat „es gibt nur eine Wahrheit“ und der pragmatische Wahrheitsbegriff nach William James und John Dewey rückt näher: „Wahr, was sich praktisch bewährt.“

Die Fotografin und Konzeptkünstlerin Daniela Friebel (1975 in Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat ein Diplom und einen Meisterschülerabschluss in Bildender Kunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Prof. Timm Rautert und Prof. Christopher Muller, sowie einen Magisterabschluss in englischer und spanischer Literatur- und Sprachwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.

Sie nahm an verschiedenen Einzel-, Doppel- und Gruppenausstellungen in verschiedenen Ländern und Städten der Welt teil. Außer Deutschland präsentierte sie ihre Werke auch in Helsinki (Finnland), Malmö (Schweden), Krakau (Polen), Derby (UK), Lausanne (Schweiz), New York, Miami (USA), Paris (Frankreich), Peking, Pingyao (China), Fez (Marokko), Monterrey (Mexico), Mailand (Italien) und Toronto (Canada).

Am Sonntag, den 20.11.2022 um 15:00 Uhr (Berlin) treffe ich Daniela Friebel per Zoom-Online, um mit ihr über ihre Werke und künstlerischen Ansätze zu diskutieren.

Für eine Teilnahme an dem Gespräch bitte ich um eine Anmeldung unter:

info@kunst-kultur-transnational.de

Der Karikaturist und politische Schriftsteller Talal Nayer

Talal Nayer ist 1983 in Sudan geboren. Er bezeichnet sich dennoch als Freigeist und identifiziert sich selbst nicht mit einem Land, einer Nationalität oder einer Region.
Nayer studierte Bauingenieurwesen, richtete sich jedoch beruflich auf die Bereiche des Journalismus und der Kunst.
Er veröffentlichte tausende Cartoons und Illustrationen sowie unzählige Artikel in Zeitungen und Zeitschriften verschiedener Länder, wie beispielsweise Sudan, England, Saudi Arabia, und Niederland.
In seiner Kunst behandelt er verschiedene politische und soziale Themen, wie u.a. Krieg bzw. Frieden, Armut, Umwelt, Pressefreiheit, Flucht und Migration.
Nayer nahm ab 2011 als Animator an verschiedenen kleineren Filmprojekten teil, z.B. an „Nerma Etnasher“ (Nummer zwölf), „Adeela“ und „Square“, der letzte gewann 2015 den ersten Platz bei einem Deutsch-Französischen Kuzfilmwettbewerb in Tunesien. Sein nächstes Ziel ist das Zeichnen, Schreiben und die Kinokunst in 3D- und 2D- Animation und Modellierung zu vereinen.
Nayer erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, er ist Mitglied bei FECO (Federation of Cartoonists Organisations) und der Präsident von FECO Sudan. Er war Mitglied der Jury bei dem „Mola Naserddin International Cartoon Contest) 2010 in Aserbaidschan und bei Internationalen Cartoon-Wettbewerb „The 2nd Edition oft he International Cartoon Contest“ 2018 in Marokko.
In diesem Onlinetreffen am 22. Mai 2022, um 19 Uhr (Berliner Zeit) spreche ich mit dem Künstler Talal Nayer über seine Kunst sowie über sein noch nicht veröffentlichtes Buch: Elfitory.

Der Russland-Ukraine Krieg und die humanitären und kulturellen folge

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist eine Zeitenwende“ so Bundeskanzler Olaf Scholz. Ganz Europa blickt solidarisch mit spürbarer Angst auf die Ukraine, dieser Angriff ist die größte europäische humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Der europäische Zusammenhalt ist sichtbar, die Leute sehen ihre Zukunft mit dem Schicksal der Ukrainer verbunden, und helfen auf eine ganz fundamentale, menschliche Art.

Während im Sommer 2015 eine politische Einigung darüber beschlossen wurde, keine Menschen auf der Flucht aufzunehmen, nahm die Slowakei in drei Wochen 250.000 Flüchtlinge aus der Ukraine auf. Finnische Privatleute kaufen in Helsinki Schutzwesten und Helme, um diese anschließend in die Ukraine zu schicken. Agnieska Holland, polnische Regisseurin äußerte: „Während Grenzschützer den ukrainischen Kindern Teddybären in die Hände drücken, werden die anderen Kinder an den Grenzzaun gedrückt.“[1]

Die „Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten“ schildert, dass „Jede Schädigung von Kulturgut, gleichgültig, welchem Volke es gehört, [bedeute] eine Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit.“

Die Kulturgüter in der Ukraine bewegen gerade die Unesco, sowie zahlreichen internationalen Kultureinrichtungen. Sie starteten mehrere Initiativen zum Schutz der Kulturstätten und -güter, wie das Einrichten eines Satelliten-Überwachungssystems wichtiger ukrainischer Stätten, Denkmäler und die Bekämpfung des illegalen Handels von Objekten aus geplünderten Kirchen und Museen.

Die aktuelle Kriegssituation spaltet und vereint die Kulturschaffenden zugleich und stellt die Kultur vor neue Herausförderungen. Neben der neuen Aufstellung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik stehen humanitäre und kulturelle Fragen im Vordergrund. Brauchen wir eine neue kulturelle Ausrichtung angesichts der kriegerischen Bedrohung? Wie sollte die kulturelle Zeitenwende aussehen?

Über diese und andere Aspekte spreche ich am 11. April um 19h30 Berliner Zeit mit dem Landtagsabgeordneten Josef Neumann Mitglied im Ausschuss für Europa und Internationales und Andreas Bialas Kulturpolitischer Sprecher im NRW Landtag.

 

[1] ZDFheute, am 02.04.2022, um 17:21

Zur Teilnahme schreiben Sie eine E-Mail an info@kunst-kultur-transnational.de

Der Komponist und Pianist Wajdi Abu Diab

Wajdi Abu Diab (*1991 Libanon) ist ein Pianist und Komponist, sowie einer der jüngsten und bedeutedesten Vertreter der zeitgenössischen arabischen klassischen Musik. Er hat zahlreiche Kompositionen wie ‚Verrückt nach Layla‘, Tafa’il‘, ‚Schrei aus dem Polarmeer‘, ‚die Traum-Oper‘, ‚Tods Einladung zum Abendessen‘. Er konzipierte verschiedene Projekte wie ‚The Lebanese Living Composers Channel‘ und das gemeinnützige pädagogische Programm ‚Musik lernen auf Arabisch‘.

Wajdi Abu Diab geht über das Konzept der musikalischen Identität hinaus, um das arabische Musikerbe auf innovative Weise und in einem neuen harmonischen Arrangement zu präsentieren, einerseits um das westliche Ohr anzusprechen und anderseits um die junge Generation anzuziehen, in dem er die traditionelle arabische Musik auf moderne Weise präsentiert. Wajdi Abu Diab verarbeitet sein Werk ohne die Grundatmosphäre aufzugeben oder in die Falle der musikalischen Hybridisierung zu tappen.

In seinem neuesten Album ‚Tods Einladung zum Abendessen‘ schafft er eine dialogische Dynamik zwischen surrealen Gedichten und einer „extremen“ Melodie, die ein Klangbild der Düsternis des immer begleitenden Todes darstellt.
Diese extreme Beziehung spiegelt einen Widerspruch und eine Anziehungskraft zwischen Tod und Leben wider, die sich in der gegenwärtigen extremen Realität manifestiert. Diese zwingt den Einzelnen das zu akzeptieren, was nicht akzeptabel ist. Wir umarmen den Tod, der in uns nagt, danach bleibt nur die Option für Dialog und Versöhnung und das Zusammensitzen an einem Tisch. Es ist ein Dialog mit dem Inneren vor dem Äußeren, es ist die Todeseinladung zum Abendessen!
Bei diesem virtuellen Treffen mit dem Komponisten Wajdi Abu Diab lernen wir einen neuen und zeitgenössischen Stil musikalischer Komposition kennen und bringen das Thema Modernität in der arabisch-orientalischen Musik auf den Tisch.
Termin ist der 30. März 2022 um 19:00 Uhr Berliner Zeit.
Zur Teilnahme schreiben Sie eine E-Mail an info@kunst-kultur-transnational.de

Der Einfluss der russischen Kunst und Kultur in Deutschland zwischen den Weltkriegen

20. März 22, um 11:00 Uhr

Mit der Beendigung des ersten Weltkrieges wurde am 16.04.1922 in der italienischen Stadt Rapallo – anlässlich der internationalen Wirtschaftskonferenz in Ganua – der völkerrechtliche Vertrag, bekannt als Rapallo-Vertrag geschlossen. Der Vertrag bot der deutschen Seite die Möglichkeit, die Beziehungen zu Sowjetrussland zu verbessern und damit wollten beide Staaten ihre internationale Isolierung durchbrechen.

Die neuen Beziehungen ebneten den Weg für den Kulturaustausch zwischen beider Ländern. So beeinflussten die russische Kunst- und Kulturströmungen die deutsche kunst- und Kulturszene unmittelbar und brachten neue Ansätze, Methoden und Techniken – sozusagen Erneuerungen in den verschiedensten Bereichen der bildenden Kunst und überhaupt der Kulturszene – mit.

Am 15. Oktober 1922 fand die erste russische Ausstellung in der Galerie van Diemen in Berlin statt, im Rahmen derer nahmen viele russische Künstler und Bühnenbildende teil, wie u.a. Wassily Kandinsky, El Lissitzky, Wladimir Tatlin, Alexandra Exter und Marc Chagall aber auch Kasimir Malewitsch und Ljubow Popova zählten zu den Ausgestellten. Diese Ausstellung bedeutete eine wichtige Grundlage für die moderne Kunst und ein Ausbreiter des Konstruktivismus und des Suprematismus.

Auch das Theater und das Bühnenbild zeigten russische Einflüsse. Das »proletarische Theater« war ein wichtiges Schlagwort, das in enger Verbindung mit den Piscator-Bühnen in Berlin stand. Die Funktionale Bühne mit Alexander Tairoff, die Groteske der russischen Kleinkunstbühne, die Etagen- und Skelett-, sowie die Gerüstbühne, die von russischen Vorbildern eingeleitet wurden, wie Vsevolod Meyerhold, Alexandra Exter, Isaac Rabinovic, Georgij Jakulov, Andrej Andreev entwickelten die deutsche Bühne zu einer „plastischen Komplex“.

In diesem Vortrag „Der Einfluss der russischen Kunst und Kultur in Deutschland zwischen den Weltkriegen“ blicken wir fast 100 Jahre zurück und stellen wir fest, wie die neugeborene Demokratie die ersten Kunst- und Kulturbrücken zeugte, und dadurch eine vielfältige moderne Kunst und Kultur befestigte.

DAS MODERNE BÜHNENBILD

von Dekoration zu Ausstellungsobjekt

am 11.12.21, um 11:00 Uhr

Das Theater hat zu Beginn des Jahrhunderts völlig neue Impulse erfahren. Genauso wurde auch das Bühnenbild zu dieser Zeit einem starken Wandel und geradezu einer Erneuerung unterworfen. Das Hauptaugenmerk in der Kulturpolitik der Weimarer Republik lag auf dem Inhaltlichen der Kunst. Das Ziel bestand darin, eine Kunst zu generieren, welche die etablierten Konventionen weiterhin anerkennt, gleichzeitig aber auch neue Strömungen annimmt. Die Neigung zur Spiritualisierung der Bühne durch Rhythmisierung und architektonische Gliederung, Vereinfachung und Reduktion der Ausstattungsmittel auf architektonische Elemente, die Neigung zur griechischen Architektur als idealer Ausstattungsform, die Reduzierung der Bühnenausstattung auf Schatten und Licht sowie auf stark gegliederte Linien, wie die flache oder die Reliefbühne, wurden auf der Bühne weithin erprobt.

Basierend auf diesen Reformen wurde nun das Bühnenbild in passenden technischen Formen umgesetzt, um sich einerseits dem zeitgenössischen Zustand der Gesellschaft anzupassen und um anderseits auf Augenhöhe mit den Ausprägungen der bildenden Kunst zu bleiben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine neue Betrachtungsweise und ein modifiziertes Verständnis für die Bühnenkunst. Das Bühnenbild wurde teils als eigenständiges Kunstwerk angesehen, teils jedoch auch als wichtiges Mittel zur Ergänzung des Wortes und der Musik sowie der Bewegung der Schauspieler:innen. Eine interessante Neuerung, die diese Entwicklung mit sich brachte, besteht in der Würdigung des Bühnenbildes auch in Form zeichnerischer oder räumlicher Entwürfe, die zu Ausstellungsobjekten wurden.

Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
Seminardauer: 1h

Termine

DARSTELLUNG RELIGIÖSER SYMBOLE IN DER KUNST

Inspiration oder Blasphemie? Sakrale Kunst der Moderne!

Im 6. Jh. erklärte Papst Gregor I, dass religiöse Bilder sehr nützlich wären können und dass „die Malerei für Analphabeten genauso viel bedeuten kann wie das geschriebene Wort für den, der lesen kann“. Diese verdeutlicht, für wie wichtig die Kirche künstlerische Darstellungen im Christentum hielt und ist ein Widerspruch zu den Bilderstürmern, die behaupten, die bildliche Darstellung Christi dürfe nicht erlaubt werden, da er als Gottes Ebenbild „jenseits aller Beschreibung, außerhalb menschlichen Verständnisses, jenseits aller Veränderungen und Maßstäbe steht [und es daher] unrecht sei, ihn bildlich darzustellen.“
Nachdem die Künstler dieser Zeit, den religiösen Konventionen folgten, um
sich in der lokalen Kirche zu integrieren und die Kirche mit ihren Arbeiten zufrieden zu stellen, hat sich die Situation im Lauf der Zeit verändert.

Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
Seminardauer: 1h

Termine

DIE ERFINDUNG EINER NEUEN SYNTHESE

Das Bild als Symbolträger statt ikonografischer Studie

In der bildenden Kunst entwickelten sich Theorien und Techniken, auf die bei der Entschlüsselung eines Bildes zurückgegriffen werden konnte. Zu nennen sind hier etwa der Formalismus – mitsamt ihrer Vertreter Alois Riegl (1858–1905) und Heinrich Wölfflin (1865–1945) – und die Ikonologie – prominent vertreten durch Aby Warburg (1866–1929) und Erwin Panofsky (1892–1968). Darüber hinaus gibt es im Bereich der Kunstgeschichte die Fachbegriffe der Ikonografie und Ikonologie, die auf Aby Warburg und Erwin Panofsky zurückzuführen sind und sich beispielsweise mit der Entschlüsselung von Darstellungen der christlichen Kunst und von mythologischen Motiven befassen.

Die ersten auf ikonografische Entschlüsselung abzielenden Bücher entstanden bereits zur Zeit der Renaissance, als die Inhalte der Bilder der Humanist:innen zunehmend komplexer wurden. Die Ikonografie als wissenschaftliche Methode beschäftigt sich bei der Entschlüsselung von Bildmotiven sowohl mit der Recherche von literarischem Quellenmaterial als auch mit den Darstellungsformen einer Epoche oder einer Person. Viele Kunstschaffende aus den Bindungen hergebrachter ikonografischer Regeln und orientierten sich stattdessen an einer Art »persönlichen Ikonografie«, die ihre eigene Vorstellungswelt widerspiegelte. Das ikonografische Entschlüsseln von Bildmotiven ist dann erschwert, wenn Kenntnisse über die genutzten Motive verloren gegangen sind und infolge einer sehr individuellen und wenig allgemeingültigen Motivnutzung eine korrekte Ausdeutung der Darstellung unmöglich ist.

Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
Seminardauer: 1h

Termine

In klar definierten Schritten zum Ergebnis

Wie läuft es ab?
Für eine Anmeldung folgen Sie den nächsten drei Schritten.
  1. Anmeldung
    • Per Mail unter: info@kunst-kultur-transnational.de
  1. Bestätigung der Buchung
    • Sie bekommen eine Bestätigung per Mail. 
  1. Bestätigung des Seminars
    • Spätestens 24 Stunden vor dem Termin bekommen Sie Ihre Zugangsdaten. Sollte das Seminar aus bestimmten Gründen nicht stattfinden, dann werden Sie per Mail informiert.

Wer bin ich?

Im Libanon geboren und aufgewachsen. 2000 Abschluss ein Studium der Rechtwissenschaft und zeitgleich der Musikerziehung mit dem Schwerpunkt orientalischer Gesang im Beirut. 2005 Umzug nach Deutschland und 2007 der Beginn ein Studium im Bereich der Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das 2020 mit der Promotion endete.

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